Drohnen-Service fuer Landwirte

Kitzrettung.
Bevor der Mähbalken kommt.

Wärmebild-Drohne im Einsatz für den Schutz von Rehkitzen, Junghasen und Bodenbrütern. Chemnitz und 30 km Umkreis.

Aus aktuellem Anlass

Meine Drohne habe ich eigentlich angeschafft, um den Tieren näher zu kommen, ohne sie zu stören. Vor Kurzem musste ich miterleben, was passiert, wenn ein Kitz im hohen Gras vom Mähwerk erwischt wird. Das war ein Moment, an dem etwas in mir gekippt ist.

Wenn du mähen willst und Sorge um die Tiere im Bestand hast, ruf mich an. Wenn das hilft, ein einziges Kitz zu retten, lohnt sich jeder frühe Morgen.

Die Realität im Mahdfeld

Ein Kitz drückt sich bei Gefahr in das hohe Gras und bleibt regungslos liegen. Es flieht nicht. Der Mähbalken sieht es nicht.

Triggerwarnung: Folgende Bilder zeigen tödlich verletzte Rehkitze

Ich zeige diese Bilder bewusst und nicht reißerisch. Sie sind die ehrliche Antwort auf die Frage, warum es diesen Service braucht. Die Bilder sind standardmäßig unscharf. Klick darauf macht sie sichtbar.

Tödlich verletztes Rehkitz nach Mahd
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Genau so habe ich es vorgefunden.
Tödlich verletztes Rehkitz nach Mahd, zweite Aufnahme
Bild anzeigen Klick zum Aufdecken
Mehr muss man dazu nicht sagen.

Eine Ricke, die nicht weichen wollte

⚠ Triggerwarnung
Eine Ricke verteidigt ihr getötetes Kitz gegen Krähen, Bussard und Milan. Das Video zeigt ein verödetes Mahdfeld, mehrere Stunden lang. Klick zum Abspielen.
Video starten

Was ich beobachtet habe

Stundenlang ist sie nicht von der Stelle gewichen. Die Ricke hat ihr totes Kitz immer wieder beschnuppert, sich daneben gelegt und Greifvögel und Krähen vertrieben. Bussard und Rotmilan kreisten, sie ist jedes Mal aufgesprungen und hat sie verjagt.

Gemäht war zu dem Zeitpunkt schon. Was sie wirklich vertreiben wollte, war der Häcksler, der das liegende Schnittgut aufgenommen und über das Auswurfrohr in einen parallel fahrenden Traktor mit zwei Hängern geblasen hat. Der fuhr in einigen hundert Metern Bahn um Bahn weiter, das Häckselgut flog ihm hinten rein. Sie ist immer wieder darauf zu, während direkt neben ihr das tote Kitz lag. Das war jetzt im Mai.

Ab da soll meine Drohne nicht mehr nur eine Kamera in der Luft sein.

Wenn du im Mai oder Juni eine Ricke wie verrückt über ein Feld rennen siehst, die Vögel attackiert und nicht weichen will: mit hoher Wahrscheinlichkeit verteidigt sie ihr Kitz. Leider egal, in welchem Zustand.

Eigene Aufnahme, gekürzt und ohne Ton.

Was sie kann

Sie zeigt im hohen Gras, was das menschliche Auge nicht mehr findet.

DJI Mavic 3T Enterprise im Flug ueber einer Wiese, Doppelkamera (RGB plus Wärmebild) an der Front-Gimbal.
Meine DJI Mavic 3T Enterprise im Einsatz. Doppelkamera mit hochauflösender RGB-Optik und Wärmebildsensor in einem Gimbal. Genau die Kombination, mit der ich Tiere im hohen Bewuchs zuverlässig finde.
Drohnenaufnahme: links Wärmebild, rechts Echtbild. Eine Bache mit säugenden Frischlingen im Rapsfeld.
Eigene Drohnenaufnahme: links Wärmebild, rechts Echtbild. Eine Bache mit säugenden Frischlingen, mitten im Rapsfeld. Vom Boden aus chancenlos zu finden, aus der Luft mit Wärmebild eindeutig.

Die Kamera sieht keine Farben, sie sieht Temperatur. Ein Tier, das im hohen Bewuchs liegt, leuchtet darauf wie eine kleine Lampe, solange die Umgebung noch kühl ist. Deshalb fliege ich früh, bevor die Sonne den Boden aufheizt.

  • Früh am Morgen: Das Kitz ist deutlich wärmer als die Umgebung. Beste Trefferquote.
  • Systematisch: Die Drohne fliegt das Feld in Bahnen ab, nichts wird übersehen.
  • Schnell: Ein Hektar in rund fünf Minuten.
  • Schonend: Sie fliegt hoch genug, dass die Tiere nicht aufgeschreckt werden.

Vom Anruf bis zur sicheren Mahd

Ruf mich an

Am besten zwei, drei Tage vor der Mahd. Mit Flurstück, Größe und geplanter Uhrzeit.

Termin festmachen

Ich komme kurz vor Sonnenaufgang. Früh morgens ist der Boden noch kühl, das Tier hebt sich am deutlichsten ab.

Fläche abfliegen

Die Drohne fliegt das Feld in Bahnen ab. Bei jedem Wärmepunkt zoome ich mit der RGB-Kamera nach und schaue genau hin.

Sichern oder umtragen

Mit Grasbüschel umsetzen oder mit einer umgedrehten Wanne markieren. Nie mit bloßen Händen, das Kitz darf nicht nach Mensch riechen, sonst nimmt die Ricke es nicht mehr an.

Freigabe

Sobald die Fläche frei ist, kannst du mähen. Wenn du es brauchst, bekommst du ein kurzes schriftliches Protokoll.

Wer ist eigentlich verantwortlich

Ehrlich gesagt: nicht ich, sondern wer die Fläche mäht. Aber das ist nicht der Punkt. Das Kitz hat von Schuldfragen nichts.

Tierschutzgesetz § 17 / § 18 TierSchG

Wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet, macht sich nach § 17 TierSchG strafbar (Vorsatz, auch bedingter Vorsatz reicht). Wer mäht, ohne die Fläche vorher abzusuchen, riskiert je nach Einzelfall ein Strafverfahren nach § 17 oder ein Bußgeldverfahren nach § 18 TierSchG, wenn zumutbare Schutzmaßnahmen unterlassen wurden.

Hinweis: Einzelfallprüfung. Das hier ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Was vor der Mahd zumutbar ist

Wer mäht, muss vorher etwas tun, um Wildtiere zu schützen. Übliche Verfahren sind Verblendung am Vorabend, akustisches Vergrämen, Suche zu Fuß mit Hund und seit einigen Jahren der Drohneneinsatz.

Die Drohnenrettung ist heute Stand der Technik. Der Bund hat die Anschaffung solcher Drohnen über die BMEL-Förderrichtlinie zwischen 2021 und 2024 gefördert. Aktuelle Förderprogramme bitte beim BMEL oder den Landwirtschaftskammern erfragen.

Drohnenflug und Genehmigung

Ich fliege nach den Regeln der EU-Drohnenverordnung in der offenen Kategorie A3 über landwirtschaftlicher Fläche ohne unbeteiligte Personen. EU-Kompetenznachweis A1/A3 und elektronische Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt liegen vor, ebenso die nach § 43 LuftVG vorgeschriebene Drohnen-Halterhaftpflicht.

Die Aufnahmen nutze ich ausschließlich zur Tiersuche. Rohdaten werden nach 30 Tagen gelöscht. Personen, Kennzeichen oder fremdes Eigentum, die zufällig miterfasst werden, gebe ich nicht weiter und veröffentliche sie nicht. Details siehe Datenschutzerklärung.

Keine Erfolgsgarantie

Eine Drohnensuche reduziert das Risiko erheblich, kann es aber nicht ausschließen. Tiere mit Körpertemperatur nahe der Umgebung, dichter Bewuchs oder bereits aufgewärmter Boden können Treffer verhindern. Die Verantwortung für die Mahd und die Einhaltung von § 17 TierSchG bleibt beim Bewirtschafter.

Eine Haftung für übersehene Tiere oder daraus entstehende Folgeschäden (Maschinenbruch, Futterverlust, Botulismusrisiko) ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit bleiben hiervon unberührt.

Wenn du mich vorher anrufst

Du bist abgesichert

Wenn doch mal etwas passiert: du hast nachweislich getan, was möglich war. Ich gebe dir auf Wunsch ein kurzes Protokoll.

Dein Mähwerk bleibt heil

Knochen und Kadaver kosten Mähmesser, Reparatur und einen halben Arbeitstag Stillstand.

Keine Tierreste in der Silage

Tierreste im Futter bedeuten Botulismus-Risiko. Eine Stunde Drohnenflug erspart dir den Verlust einer ganzen Charge.

Ruf einfach durch

Je früher, desto besser. Zwei, drei Tage Vorlauf reichen meistens, kurzfristig geht oft auch.

So erreichst du mich

Telefon (am besten kurzfristig)
0152 53059610
📍
Einsatzgebiet
Chemnitz und 30 km Umkreis
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Kosten
Aufwandsentschädigung nach Absprache, kleine Flächen mache ich kostenfrei